Neuköllner Stadtrat Eberenz wechselt zu den Freien Wählern
Umweltstadtrat Bernward Eberenz erhofft sich von seiner neuen Partei „unideologische Offenheit“ und „Sacharbeit“. Von der CDU zeigt er sich schwer enttäuscht. Von Stefan Jacobs
Bei den Freien Wählern ist bald nichts mehr frei, wenn der Zustrom der Berliner Politstars dorthin anhält: Nach Agh-Anfragekönig Marcel Luthe (Ex-FDP) und TrepKöp-Stadträtin Cornelia Flader (Ex-CDU; „die FW haben erkannt, welches Potential in meiner Person vorhanden ist“) ist jetzt der Neuköllner Umweltstadtrat Bernward Eberenz eingetreten. Der war mal in der AfD und ist auf der Bezirksamtsseite noch in der CDU, aber meiner Kollegin Madlen Haarbach (= bestens informierte Autorin des Bezirksnewsletters) bestätigte er seinen erneuten Wechsel. Er sei 2018 „vor allem mit Blick auf eine inhaltliche wie personelle Neuaufstellung für die Zeit NACH Merkel“ in die CDU eingetreten. Doch die Neuaufstellung sei nicht nur ausgefallen, sondern ihre Akteure „wurden und werden ausgegrenzt, oft sogar angefeindet und sabotiert“.
Während die Regierungsparteien „Missstände verschweigen und schönreden“, herrsche bei der bisherigen Opposition „müde Einfallslosigkeit“. Bei den Freien Wählern dagegen sehe er „unideologische Offenheit und Konzentration auf Sacharbeit“. Aktueller Sacharbeits-Konzentrations-Count-Up der Luthe-Anfragen aus dieser Wahlperiode:1189 (zzgl. noch unbeantwortete).