Hertha lotst Gründungsschiff nach Berlin
Nur nach Hause kam es nicht. Seit 25 Jahren versucht Hertha BSC erfolgreichen Fußba…, nein Quatsch, versucht Hertha BSC sein Gründungsschiff zurück nach Berlin zu lotsen. Die echte Hertha ist ein Dampfer, der 1886 vom Stapel lief - von ihm kupferten sich die Gründungsväter von Berlins größtem Verein einst den Klubnamen und die blau-weißen Farben vom Schiffsschornstein ab. Zuletzt als Ausflugskutter im brandenburgischen Wusterhausen unterwegs, wird das Schiff nun kommen - über Stock und Stein, durch die Mark mit viel Pein. Damit es zum 125. Vereinsjubiläum nächste Woche in Berlin vor Anker geht, muss der Kahn über 70 Kilometer Land bewegt werden bis zum Hafen von Wustermark. Gar nicht so leicht bei 100 Tonnen Gewicht. Für die Landpartie werden zwei Dutzend Verkehrsschilder „mobil gemacht“ (also weggedreht), Ampeln abmontiert, Verkehrsinseln umgesetzt und eine Brücke wird zur Schwerlaststraße umgebaut, wie mein Kollege Michael Rosentritt recherchiert hat. Ein paar Äste der brandenburgischen Alleen müssen auch dran glauben, weshalb die Sache fast an der Umweltbehörde gescheitert wäre. Nun aber zieht Hertha Leine. Mit dem neuen Schlachtruf: Ha Ho Ahoi!