Beamtin angeklagt, weil sie jahrelang zu Unrecht Auslandszulage kassiert haben soll

Einen dicken Fisch hat die Justiz im Deutschen Archäologischen Institut ausgegraben (sorry!): Eine 55-jährige Beamtin ist angeklagt, weil sie vor rund 20 Jahren beruflich in den Jemen gegangen und nach einigen Monaten nach Berlin zurückgekehrt sei, was sie aber der Lohnbuchhaltung verschwiegen habe. Dadurch habe sie seitdem monatlich rund 3600 Euro zusätzlich erhalten. Angeklagt ist sie nur wegen des noch nicht verjährten Schadens von rund 176.000 Euro. Zurückgerechnet bis zu ihrem Rückkehrjahr 2002 dürfte die Oberamtsrätin rund eine dreiviertel Million Euro zu viel kassiert haben. Die Anklage lautet auf schweren Betrug durch Unterlassen.

Nebenbei könne das Gericht „möglicherweise auch die Frage klären, warum niemandem über so viele Jahre aufgefallen zu sein scheint, dass die Frau im Inland arbeitend Auslandszuschläge bezogen hat“, schreibt die Staatsanwaltschaft. Das Institut mochte die Frage mit Verweis auf das laufende Verfahren gestern nicht beantworten.