300 Menschen in einer Halle: Angst vor dem Staatsexamen in der Pandemie

300 Menschen in einer Halle: Angst vor dem Staatsexamen in der Pandemie
dpa | Friso Gentsch

Großveranstaltungen sind ja gerade eher out. Das Gemeinsame Juristische Prüfungsamt (GJPA) Berlin-Brandenburg wird das zweite Juristische Staatsexamen trotzdem schon im März in der Messehalle-Süd mit bis zu 280 Personen durchführen. In einem Raum, täglich für fünf bis sechs Stunden, sieben Tage die Woche, ohne Masken. „Eine hohe Gesundheitsgefahr für Prüflinge und Personal“, schreibt eine Leserin, die anonym bleiben möchte. Sebastian Brux, Sprecher der Justizverwaltung, bestätigt das Vorgehen auf Checkpoint-Anfrage. Solche Klausurtermine hätten schon häufiger stattgefunden, das Hygienekonzept sei vom Gesundheitsamt abgesegnet. „Die Hallen sind sehr hoch und gut belüftet“, sagt Brux. „Bessere Prüfungsbedingungen gibt es in der Pandemie kaum.“ Auf eine Maskenpflicht habe man während der mehrstündigen Klausuren bewusst verzichtet. „Wer schnieft, schreibt nicht“, sagt Brux. „Wer die Klausuren nicht schreiben will, weil er Angst vor einer Infektion hat, kommt ohne Nachteile raus.“ Ein mulmiges Gefühl bleibt.