Neue Stiftung für Tiere
„Tiere machen Leute“ hieß eine Familienserie über das turbulente Leben des Veterinärs Dr. Butzke, die neun „unterhaltsamen Episoden“ (Lexikon des DDR-Fernsehens) wurden 1988 gesendet. Hauptdarsteller waren u.a. liebestolle Kater, überforderte Pudel, entführte Rammler, eine kranke Kuh, komische Käuze sowie Alfred Müller, Ulrike Mai und Johanna Schall. Manfred Seidowsky, damals Chefdramaturg des DDR-Fernsehens, orchestrierte das Miauen, Muhen, Gebell und Gegacker.
Warum uns das heute interessiert? Na, weil es tierisch interessant ist: Im aktuellen Amtsblatt wird mitgeteilt, dass eine Manfred-und-Renate-Seidowsky-Stiftung als rechtsfähig anerkannt wurde. Zweck der Stiftung: „Die Förderung des Tierschutzes und der Tierpflege in der Region Berlin/Brandenburg insbesondere durch die finanzielle Unterstützung des Tierheims Märkisch Buchholz, des Tierschutzvereins Königs Wusterhausen e.V. und des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde GmbH.“ Es kommentiert Dr. Butzke alias Alfred Müller: „Ich sehe so ein Tier nicht isoliert. Mich interessieren schon die Umstände, unter denen so ein Tier lebt.“ (Folge 1, min. 29:05).
Übrigens: Sie müssen nicht unbedingt eine Stiftung gründen, um Tieren zu helfen. Dazu zwei Beispiele:
+ Wer die Zeit nach dem Schulabschluss lieber in Ställen und Gehegen als in Hörsälen verbringen will, könnte Azubi im Zoo werden – Bewerbungen bitte bis zum 15. Oktober.
+ Und wer keine Angst vor großen Hunden hat, könnte eine Patenschaft für das neue Freilaufgebiet in der Lichtenberger Gürtelstraße übernehmen – Saubermachen inklusive, damit die Grünanlage für alle zugänglich bleibt.
Apropos große Tiere: Heute werden die Eisbären 70, also die echten Berliner Eisbären (15 x DDR-Meister, 10 x Deutscher Meister). Es kommentiert Dieter „Maschine“ Birr (Puhdys):
„Hey, wir wollen die Eisbären seh'n / Denn unser Leben wär‘ so leer ohne Bär‘n / Wir haben die Eisbären so gern.“