Femizide in Berlin: 55-Jährige in Köpenick erstochen – 57-Jährige im Wedding lebensgefährlich verletzt
Die Frau als Objekt, das ihr „Besitzer“ einfach zerstören darf: Ein vollzogener und ein versuchter Femizid halten derzeit die Berliner Strafverfolgungsbehörden in Atem. Im Fall der 55-Jährigen aus Köpenick, die am Montag erstochen wurde, wurde Haftbefehl erlassen gegen einen 52-jährigen Mann aus Schleswig-Holstein. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Tote mit ihm eine Wochenendbeziehung geführt. Er sitzt nun in Berlin in Untersuchungshaft.
Ebenfalls mit dem Messer angegriffen wurde am frühen Mittwochmorgen eine 57-Jährige im Wedding – von ihrem 59-jährigen Ehemann. Der sprang hernach aus dem Fenster und verletzte sich an den Beinen. Die Frau ist lebensgefährlich verletzt und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Gegen den Mann ermitteln Staatsanwaltschaft und Mordkommission nun wegen eines versuchten Tötungsdelikts im Rahmen häuslicher Gewalt. Eins noch: Liebe Kollegen von der Bild! Möglicherweise hat den Mann „die bevorstehende Trennung von seiner Ehefrau zu der Tat getrieben“? Nein, nein und nochmals nein. Nicht eine mehr!