Pietätlose Post: Bezirksamt Mitte verschickt Wahlinformationen an 2005 Verstorbenen
Vor 16 Jahren ist der Großvater des AGH-Mitglieds Taylan Kurt bereits verstorben. Dennoch schickte ihm das Bezirksamt jetzt Infos zur Seniorenvertretungswahl. Von Nina Breher.
Beunruhigend ist auch, wenn die Verwaltung Briefe an vor über zehn Jahren Verstorbene schickt. So ging es AGH-Abgeordnetem Taylan Kurt (Grüne), der ein Schreiben des Bezirksamts Mitte an seinen Großvater aus dem Briefkasten fischte: Der war 2005 verstorben. Dem Checkpoint erklärte der zuständige Stadtrat Carsten Spallek (CDU) am Montag schmallippig, für die Wahlinformationen, um die es im Brief ging, würden die Standesamt-Register verwendet. Der Verstorbene sei vermutlich nicht als verstorben gemeldet worden. Am Dienstagnachmittag entschuldigte sich das Bezirksamt Mitte dann bei Kurt.