Dritter Eingang fürs Berliner Olympiastadion?: Hertha bringt Ausbau des Einlasses ins Gespräch

Hertha BSC schlägt einen dritten Eingang vor, um den Andrang am Berliner Olympiastadion besser zu steuern. Die Verwaltung kündigt zunächst zusätzliche Schleusen am Südeingang an. Von Robert Ide und Christoph Papenhausen.

Dritter Eingang fürs Berliner Olympiastadion?: Hertha bringt Ausbau des Einlasses ins Gespräch
Foto: dpa / Michael Kappeler

Filmreif war auch der aufopferungsvolle Kampf von Hertha BSC diese Woche im Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg – allerdings mit einem unhappy end für die Berliner Fußballer im mitternächtlichen Elfmeterschießen. Damit die Fans vor dem nächsten Anpfiff wieder gut drauf sind, soll sich der auch am Dienstagabend zähe Einlass am Olympiastadion nachhaltig verbessern. Hertha hat dazu den Bau eines dritten Eingangs vorgeschlagen, wie Geschäftsführer Peter Görlich jüngst im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses wissen ließ. Grund seien auch die „Erfahrungen aus dem Pokalendspiel“ – im Mai vergangenen Jahres hatten Fans von Arminia Bielefeld zum Teil stundenlang eingequetscht am Südtor auf Zutritt warten müssen; der DFB musste sich nach den chaotischen Zuständen entschuldigen.

Auf Checkpoint-Anfrage zum Thema will sich Hertha BSC „derzeit nicht weiter äußern“. Die für das landeseigene Olympiastadion zuständige Innen- und Sportverwaltung stoppt den Ball erst einmal ab. Zwar prüfe man die Idee „mit Blick auf ein sicheres Stadionerlebnis“ und plane „Verbesserungen am Einlassmanagement“. So soll es noch in diesem Jahr zusätzliche Zugangsschleusen am Südeingang geben, verspricht Verwaltungssprecher Heiner Spannuth.

Bis zum Pokalendspiel im Mai könnten sich also am bisherigen VIP-Zugang noch weitere Türen öffnen. Für einen möglichen dritten Eingang sind aber laut Spannuth zunächst „die Wegeführung durch das Olympiaparkgelände, der Anwohnerschutz und die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Anbindung an den Nahverkehr umfassend zu erörtern“. Es riecht mal wieder nach Verlängerung.