Dramatische Folgen von Stellenkürzung: Schulleiterin aus Steglitz-Zehlendorf warnt vor unzureichender Betreuung von Förderschülern

Berlin plant eine neue Sparrunde. Eine Schulleiterin aus dem Südwesten erklärt die Folgen für das Förderzentrum an ihrer Schule. Zukünftig könnte es für die Bezirke sogar teurer werden. Von Margarethe Gallersdörfer.

Dramatische Folgen von Stellenkürzung: Schulleiterin aus Steglitz-Zehlendorf warnt vor unzureichender Betreuung von Förderschülern
Foto: dpa/Fabian Sommer

Sparen ist trotzdem angesagt, und das tut in einer Stadt wie dieser immer weh. Sehr weh. Was die Kürzung nur einer halben sozialpädagogischen Stelle bedeuten kann, berichtet eine Schulleiterin aus Steglitz-Zehlendorf der Fraktionsvorsitzenden der Grünen in der dortigen Bezirksverordnetenversammlung. Das Schreiben liegt dem Checkpoint vor. Die Pestalozzi-Schule ist Grundschule und weiterführendes sonderpädagogisches Förderzentrum in einem – in der Schulstation, die vom Bezirk bezahlt wird, werden Kinder aufgefangen, die gerade nicht am Unterricht teilnehmen können. „Die Kürzung hätte an unserer Schule zur Folge, dass besonders die Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums, die sehr häufig ein auffälliges Verhalten zeigen, nicht mehr ausreichend beschult, aufgefangen und unterstützt werden könnten“, schreibt Schulleiterin Dorothea Winterhof beschwörend. „Die daraus resultierenden Kosten für die Jugendämter sind deutlich höher als die 0,5-Stelle für die Sozialpädagogin, die jetzt wegfallen soll.“ Gerade an Schulen gilt eben oft: Weniger geht nicht mehr. Auch nicht ein bisschen.