Kein Ende bei Katastrophenbaustelle in Grünau: Berliner Wasserbetriebe wehren sich gegen Anschuldigungen des Bezirksamts     

Die Dauerbaustelle in der Regattastraße lähmt Grünau. Was nun fehlt, ist eine Asphaltschicht – und die Wasserbetriebe sehen nicht mehr sich, sondern den Bezirk in der Bringschuld. Von Stefan Jacobs

Kein Ende bei Katastrophenbaustelle in Grünau: Berliner Wasserbetriebe wehren sich gegen Anschuldigungen des Bezirksamts     
Trübe Aussichten seit über einem Jahr: an der Baustelle in der Regattastraße in Grünau. Foto: TSP/Stefan Jacobs

Die Katastrophenbaustelle in der Regattastraße (wo vor dem abgebrannten Denkmal des insolventen Investors eine Abwasserleitung zubetoniert worden war, bei deren Reparaturversuch das Werkzeug barst und eine Gasleitung beschädigte und später ein Wasserrohr mehrfach brach), die seit gut einem Jahr Grünau lähmt … an dieser Baustelle also oder auf der Lichtung im angrenzenden Park dürften sich Bezirksamt und Wasserbetriebe demnächst zum Duell treffen, wenn es so weitergeht.

Seit Monaten werfen sich Bezirk und Versorger wechselseitig Schlendrian vor; zuletzt das Amt am Montag via Bezirksnewsletter (Gratis-Abo für alle Bezirke hier). Die Wasserbetriebe kontern: „Unsere Leitungsbauarbeiten an Rohren und Kanälen sind seit Juni beendet, die Gräben verfüllt und die Straße bis auf die Deckschicht wieder aufgebaut. Uns fehlen die letzten acht Zentimeter Asphalt, dessen Auftragen uns das Straßen- und Grünflächenamt bisher verwehrt hat.“ Der Bezirk möge legitime Gründe haben, aber solle gefälligst „nicht die Wasserbetriebe als Bummler vorschieben“.