Welche Koalitionen jetzt möglich sind

Rechnerisch würde es zwar reichen für eine Fortsetzung der rot-grün-roten Koalition (56% der Sitze im Parlament). Politisch aber hat es zu vielen Menschen auch jetzt schon gereicht mit diesem Senat: „Berlin ärgert sich schwarz“, titelt die „taz“ – die CDU als erfolgreiche Protestpartei, wer hätte das jemals gedacht. Rot-Grün-Rot – das wäre die Koalition der gedemütigten und frustrierten Wahlverlierer.

Rechnerisch reicht es auch für Schwarz-Rot und Schwarz-Grün (je 54% der Sitze). Kai Wegner will mit beiden sprechen, allen Differenzen zum Trotz. Sein größtes Problem mit der SPD: persönlich bedingt – mit Saleh kann er gar nicht, und Saleh nicht mit ihm. Sein größtes Problem mit den Grünen: politisch bedingt – mit deren Verkehrs-, Wohnungs- und Sicherheitspolitik kann er gar nicht, und die nicht mit seiner.

Für weitere Varianten fehlt die FDP – deren Scheitern die beiden Zweieroptionen wiederum überhaupt erst möglich macht.

Und was nun?