Wie Schnelltests die Sicherheit in Schulhöfen und Kitas erhöhen könnten
Bislang ist geplant, ab dem 15. Februar nach und nach zum Präsenzunterricht zurückzukehren. Aber wer soll die Testungen für Berlins Schulen durchführen? Von Julius Betschka
Bislang ist geplant, ab dem 15. Februar nach und nach zum Präsenzunterricht an den Schulen zurückzukehren. Vor allem die Grundschüler könnten, bei guter Infektionslage, zuerst wieder in die Klassen zurückkehren, heißt es aus Senatskreisen. Bildungssenatorin Scheeres hatte deshalb regelmäßige Schnelltests angekündigt. Verantwortlich sei dafür aber die Gesundheitsverwaltung, wie die Schulverwaltung auf Checkpoint-Anfrage mitteilte. „Wir stecken mitten in den Vorbereitungen“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) dem Checkpoint am Abend. „In den nächsten Tagen sollen Schnelltests an die Kitas ausgeliefert werden.” Das ist erstmal eine gute Nachricht.
Fraglich ist aber noch, wer später täglich tausende Schnelltests an Berlins Schulen durchführen soll: Seit Mittwoch sind Antigen-Selbsttests zwar bundesweit offiziell erlaubt, allerdings sind noch keine Modelle für den Haus- oder Schulhofgebrauch zugelassen. Berlins Grünen-Fraktionsvorsitzende Silke Gebel fordert deshalb: „Der Bund muss den Ländern eine Positivliste mit Empfehlungen für Schnelltests zur Selbstanwendung geben, damit Schulen und Kitas Klarheit haben.”
Auf dieser Liste könnten auch solche stehen, die noch nicht offiziell im Packungszettel als Selbsttests benannt seien. „Nur so werden Schnelltests breit skaliert angewendet werden können”, sagte Gebel dem Checkpoint. Wenn morgens künftig der Wecker klingelt, könnte der erste Griff von Schülern klassisch panisch zum Hausaufgabenheft gehen, der zweite zur Zahnbürste und mit dem dritten Handschlag würde sich ein Stäbchen in die Nase geschoben. Zack, feddich: Infektionsschutztraum im Klassenraum.