Tegel-Umbau beginnt nicht vor 2021
Der TXL-Terminal kann wohl erst 2021 für die Nachnutzung vorbereitet werden. Erst muss der Flughafen formal und final stillgelegt werden. Aus dem Checkpoint. Von Robert Ide
Nach sieben Wochen Homeoffice befinden sich offenbar immer mehr Menschen im Landeanflug auf den Flughafen Pegel (via Ilona Hartmann). Kein Wunder, in Tegel landet schließlich außer verschwundenen Koffern gar nichts mehr. Berlins rüstiger Airbusbahnhof mit Curry-S-Bahn und Container-Terminal wird dicht gemacht – ab Juni wohl erst mal für zwei Monate, aber danach darf Berlin sowieso bald nur noch in Schönefeld in die Luft gehen. Falls den Fluggesellschaften vorher nicht die Puste ausgeht. „Die Erreichbarkeit Berlins auf dem Luftweg muss in jedem Fall sichergestellt sein“, erklärt Berlins CDU-Fraktion dazu aus lustiger Höhe. Nur die Firma, die den Flughafen der Herzen und der Ohrenschmerzen (für Nord-Berlin) zu einem Innovationspark umbauen soll, bleibt auf dem Boden. Auf Checkpoint-Anfrage teilt die Tegel Projekt GmbH mit, sie könne das Gelände erst übernehmen, „sobald der Flughafen Tegel aus der Planfeststellung entlassen wurde, die Betriebspflicht aufgehoben ist und alle sicherheitsrelevanten Anlagen so zurückgebaut sind, dass die Freigabe zur Übernahme erteilt werden kann“. Erst also landen eine Menge Stempel auf einer Menge Stapeln von Papier, bis im Sommer 2021 in Tegel neu durchgestartet wird. Bis dahin fliegen wir alle sowieso nicht, höchstens mit dem Drachen. Auf Tempelhof.