Vorbild Kopenhagen: Wer Müll sammelt, soll Kaffee und Tickets bekommen
Berlins Müllproblem bleibt ein Dauerbrenner. Jetzt blickt die Hauptstadt nach Kopenhagen, wo Müllsammeln mit Tickets, Kaffee und Rabatten belohnt wird. Von Anke Myrrhe und Sönke Matschurek.
zum Ende der Eiszeit (am Wochenende geht es auf bis zu 10 Grad hoch) widmen wir uns heute mal den Müllbergen, die nicht nur unter den Schneehügeln auftauchen werden. An der Sauberkeit der Stadt sind schon so einige Regierungen gescheitert, es ist ein ewiger Kampf: Denn wo Müll liegt, kommt schnell neuer hinzu (Stichwort: Broken-Windows-Theorie). Berlin schielt deswegen nach Kopenhagen, wo mit der Kampagne „CopenPay“ Einheimische und Besucher zum Müllsammeln per Rad und zur Pflege öffentlicher Grünflächen motiviert werden. Als Dankeschön gibt's Belohnungen, die von Unternehmen der lokalen Tourismuswirtschaft gestiftet werden – zum Beispiel Eintrittskarten oder Gratis-Kaffee. Hoffentlich nicht im To-go-Becher.
Was Berlins Tourismuswirtschaft noch so plant, bevor sie einen neuen Chef bekommt (CP von Montag), steht hier.