Trockenheit sorgt für Probleme: Landwirtinnen und Landwirte in Brandenburg verzeichnen heftige Ernteausfälle
Nach einem trockenen und windigen Frühjahr hat sich Berlins Umland in eine Steppe verwandelt. Viele Bäuerinnen und Bauern klagen über Totalausfälle, vor allem bei Mais und Gerste. Auch die Kartoffelernte ist in Gefahr. Von Robert Ide.
Huch, ein Schauer! Aber wollen wir uns wirklich über Regen aufregen? Nach dem trockenen, windigen Frühjahr hat sich Berlins Umland in die Steppe Brandenburg verwandelt. Den Bäuerinnen und Bauern geht das ins Mark.
„In Niederungen wächst der Mais noch ganz gut, aber auf vielen Flächen haben wir Totalausfälle – da schaffen es die Pflanzen nur, kleine Halme zu bilden, aber keine große Frucht“, berichtet Agraringenieurin Lilian Guzmán von der Agrargenossenschaft Groß Machnow. Bei der Gerste habe die Ernte 18 Prozent unter dem Durchschnitt gelegen, beklagt die 48-Jährige. Selbst die Sonnenblumen würden vertrocknen.
Der Wassermangel hat auch Folgen für die nötige Bewässerung der Felder. „Sorgen machen uns neuerdings die Kartoffeln, die wir normalerweise regelmäßig beregnen“, erzählt Guzmán. „Da aber der Wasserstand im Kanal wegen der Trockenheit zu niedrig ist, haben wir gerade keine Erlaubnis für die Wasserentnahme mehr.“
Welche Folgen die inzwischen strukturelle Trockenheit aufgrund des Klimawandels für die ostdeutsche Landwirtschaft hat und mit welchen neuen Methoden und Kulturen die Landwirtinnen und Landwirte die traditionell sandigen Böden aufzubessern versuchen, erzählt Guzmán im Interview – nachzulesen heute in unserem Tagesspiegel-Newsletter „In Osten“; zum kostenlosen Abo geht es hier.
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