Berlins Polizei schützt sich schlechter als die Polizei erlaubt

Einbrüche und Stromausfall bei der Polizei – dem Gewerkschaftssprecher platzt jetzt der Kragen: „Besser, wenn endlich die komplette Liegenschaft geklaut wird.“ Von Robert Ide

Berlins Polizei schützt sich schlechter als die Polizei erlaubt
Foto: Fredrik von Erichsen

Schon wieder wurde nachts auf das Gelände in Biesdorf eingedrungen – offenbar, um Buntmetall zu stehlen. Erst vor wenigen Wochen brannten auf dem unsicheren Sicherstellungsareal für Unfallfahrzeuge drei Autos aus – wohl nach Brandstiftung, um Spuren zu verwischen. Zuletzt war im hiesigen Polizeiabschnitt 62 auch noch die Heizungsanlage ausgefallen und nach der Aufstellung von Heizlüftern, wie berichtet, sogar der Strom. Trotz offizieller Entwarnung vor einigen Tagen bleibt im Abschnitt nicht nur die Küche kalt. In einem internen Schreiben, das dem Checkpoint vorliegt, schreibt der Personalrat zur Reparatur der Heizung: „Leider ist diese nur in einem eng begrenzten Umfang gelungen, sodass immer noch große Bereiche, insbesondere des A 62, nur mit Heizlüftern beheizt werden können.“ Polizeigewerkschaftler Benjamin Jendro sieht die Sicherungen des privat bewachten Geländes und des von der landeseigenen Immobiliengesellschaft BIM heruntergewirtschafteten Gebäudes längst durchgebrannt. „Beim Blick auf die Cecilienstraße wäre es besser, wenn endlich die komplette Liegenschaft geklaut wird, damit wir da einen Neubau mit funktionstüchtiger Heizungsanlage und ordentlichen Fenstern hochziehen könnten.“ So zieht’s aus.