Doktorarbeit von Verkehrssenatorin Schreiner wird überprüft

Verkehrs-Rückwärtswende-Senatorin Manja Schreiner (CDU) hat die nächste Sorge im Amt: Die Doktorarbeit der Juristin von 2007 ist unter Plagiatsverdacht geraten. Öffentlich gemacht hat den Fall Rechtsprofessor Roland Schimmel aus Frankfurt am Main in der Fachzeitschrift „Neue juristische Wochenschrift“. Darin beschreibt er anhand von Schreiners Arbeit sogenannte „Bauernopfer“ in wissenschaftlichen Arbeiten. Gemeint sind damit undeutlich markierte Textübernahmen aus anderen Arbeiten. Dabei werden zwar die Quellen für betreffende Textstellen genannt, es werden aber keine Anführungszeichen genutzt oder eine Textübernahme geht womöglich absichtsvoll über den Verweis hinaus.

Ehrenamtliche Plagiatsjäger haben auf der Plattform „VroniPlag“ für bisher 63 Stellen in Schreiners Arbeit einen möglichen Plagiatsverdacht vermerkt, die Prüfung hält an. Debora Weber-Wulff, pensionierte Hochschullehrerin und Mitwirkende von „Vroniplag“, würde bei so vielen tatsächlichen Verstößen „schon von einem ernsthaften Fall sprechen“. Schreiner will nach Angaben aus ihrer Verwaltung vom Sonntag nun die Universität Rostock bitten, ihre Arbeit zu überprüfen. Und bleibt damit weiter im Blickpunkt des schwarz-roten Senats.