Behördenpingpong in der Schulbezirksliga
Unser Gastreporter beim Behördenpingpong in der Schulbezirksliga ist heute Ex-Bildungsstaatssekretär Mark Rackles – hier sein atemloser Bericht über ein episches Spiel, das es verdient hat, in die Schulkochbücher Berlins einzugehen:
„Land Berlin stellt alte Lehrküche und Geräte in einer Schule unter Denkmalschutz. Schule soll vollständig neu saniert und erweitert werden (Schulbauoffensive Berlin);
Bildungsverwaltung: ‚Küche entspricht nicht schulfachlichen Anforderungen‘ (richtig, ist ja alt);
Finanzverwaltung: ‚Schulbauoffensive zahlt nur den schulfachlichen Bedarf‘;
Projektträger: Dann bauen wir halt um die Küche herum;
Architekten: Aber wenn es doch eine Küche ist und als Denkmal gesichert, warum nutzt man es nicht als zweite Lehrküche (Synergie!);
Finanzen: Dann gibt‘s kein Geld für die (moderne) Küche;
Bezirk / Bedarfsträger: Ok, dann lassen wir‘s halt als musealen nicht-schulischen Raum einfach stehen;
Bildungsverwaltung: Geht gar nicht, ist ja Teil der Schule. Jeder Raum muss in schulfachlicher Nutzung nachgewiesen werden, erfordert ausführliche Begründung der Wirtschaftlichkeit und Gründe für Nicht-Nutzbarkeit, ist ja immerhin eine Küche;
Bezirk: Aber … (gibt auf).“
Der Vorschlag von Rackles, um das endlose Hin und Her zu beenden:
„Bei der denkmalgerechten Sanierung von Schulen werden die durch den Denkmalschutz ausgelösten Mehrkosten grundsätzlich vom Land übernommen (ich höre schon den Einwand: Denkmalamt ist zwar Land Berlin, aber eine andere Stelle, das kann man so nicht pauschal zurechnen …).“
Mit anderen Worten: Es wird ein Rückspiel geben (mindestens eins), bei dem wieder jeder jeden in die Pfanne haut.
(Q: Facebook)