Vor der Hitzewelle: Berlin will Feuerwehr nicht für Bewässerung der Parks einsetzen
Wasserwerfer gegen Trockenheit in Parks zu nutzen, hat sich nicht bewährt. In Mitte wird nun Regenwetter künstlich nachgeahmt. Exklusiv. Von Robert Ide und Thomas Lippold
Es wird heiß. Nächste Woche droht Berlin die nächste Hitzewelle – und damit die nächste Erinnerung daran, dass wir im Klimawandel alle beständig schuldig sind. Neben dem Leiden vor allem älterer Menschen trocknen auch Berlins Grünanlagen aus. Das Bezirksamt Mitte versucht mit automatischen Beregnungsanlagen ein normales Wetter zu imitieren, unter anderem im Großen Tiergarten, am Reichstag, im Monbijoupark, auf dem Arkonaplatz oder im Lustgarten. „Von der Hilfe durch Feuerwehr oder THW sehen wir vorerst ab, da mit den Wasserwerfern kein gutes Ergebnis erzielt wurde“, teilt Christian Zielke vom Bezirksamt auf Checkpoint-Nachfrage mit. Die in den letzten Jahren eingesetzten Fahrzeuge mit Spritzkanonen seien für Grünanlagen sowieso zu schwer. Deshalb müsse das Amt „je nach Personalstärke händisch“ wässern.
Inzwischen achtet man bei neuen Bepflanzungen „auf klimaresistente Gehölze, Stauden und Bäume“, wie das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf wissen lässt. Wiesen wie am Spandauer Damm würden zudem „nicht oder weniger gemäht“. Auf alle Fälle müssen alle Ämter darauf hoffen, dass die Berlinerinnen und Berliner „ihren Straßenbäumen etwas Gutes tun“, wie Zielke sagt. Unter allen Freiwilligen verlost Mitte eine „Goldene Gießkanne“. Damit kann sich Berlin mal den Kopf waschen.