Verkehrssenatorin bremst Radwege aus
Was Berlins neuer Senat unter Rat und Tat versteht, zeigt sich bereits in der Verkehrspolitik – in einer ungebremsten Tat gegen das Rad. Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) verlangt per Brief an die Bezirke die „vorübergehende Aussetzung der Umsetzung von angeordneten Projekten“, welche:
„a) den Wegfall von einem oder mehr Fahrstreifen zur Folge haben;
b) und/oder den Wegfall von Parkplätzen (der Wegfall eines Stellplatzes reicht schon aus) zur Folge haben;
c) Tempo 30 proaktiv von Amts wegen bzw. bei Anträgen lange Strecken beinhalten“.
Berlin, das mit grüner Verkehrspolitik nicht gerade vorwärtskam, fährt ab sofort rückwärts. Der Wegfall eines Auto-Parkplatzes reicht dafür vorerst aus, der mögliche Wegfall eines Menschenlebens auf ungeschützten Radwegen offenbar nicht.