Der „Super Tuesday“ in Berlin: Die „Democrats Abroad“ stimmen in Kreuzberg über ihren Präsidentschaftskandidaten ab

Die „Primaries“, in denen die Präsidentschaftskandidaten bestimmt werden, beschäftigen auch in Berlin lebende US-Bürger. Der hiesige Ableger der Demokraten ruft seine Anhänger an die Urnen. Von Anke Myrrhe, Lotte Buschenhagen und Ingo Salmen.

Der „Super Tuesday“ in Berlin: Die „Democrats Abroad“ stimmen in Kreuzberg über ihren Präsidentschaftskandidaten ab
Foto: Tagesspiegel / Ingo Salmen

Gewählt wurde bereits gestern Abend, und zwar in Kreuzberg – allerdings für die US-Demokraten. Die Mitglieder des Chapters „Berlin Region“ der Democrats Abroad sind aufgerufen, bei der „Global Presidential Primary“ über den Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten abzustimmen. Das Zentrum der Austauschorganisation CIEE in der Gneisenaustraße war gestern Abend als Wahllokal geöffnet (Foto hier). Und sie machen vor, wie’s gehen kann: Zweieinhalb Stunden reichten für 49 Menschen. Sie konnten sich für Joe Biden oder die hierzulande praktisch unbekannte Marianne Williamson entscheiden – oder „uncommited“ ankreuzen. Ergebnis: Biden 32, Williamson 2, uncommitted 15.

Die Democrats Abroad seien traditionell ziemlich progressiv, erzählte die Berliner Vorsitzende Constance Chucholowski dem Checkpoint. 2016 und 2020 hätten sie mit großem Vorsprung für Bernie Sanders gestimmt, auch in Berlin. Half bekanntlich nichts. Und das obwohl Berlin (inkl. Brandenburg) mit knapp 5000 Mitgliedern immerhin der größte Ortsverein der Democrats Abroad weltweit sei. Wer‘s verpasst hat: Online wählen geht auch – oder noch mal am Sonntag von 15.30 bis 18.30 Uhr im selben Wahllokal. Falls Sie democrat abroad sind – oder einfach Wahlentzugserscheinungen haben.

Zu den Ergebnissen des „Super Tuesday“ geht es hier.