Glatteis bremst SPD-Wahlkampfauftaktveranstaltung aus
Nochmal zurück zum Glatteis: Das bremste gestern auch die Auftaktveranstaltung der SPD für den Wiederholungswahlkampf aus. Teilweise zumindest: Die Veranstaltung begann mit rund 20 Minuten Verspätung, weil einige SPD-Bundestagsabgeordnete nicht so schnell vom Reichstag zum Willy-Brandt-Haus schlittern konnten. Torsten Einstmann, einer der wenigen SPD-Politiker, für die es bei dieser Teil-Wiederholungswahl tatsächlich etwas zu gewinnen gibt (nämlich das Direktmandat von Monika Grütters von der CDU), blieb aufgrund der Glätte gleich ganz in seinem Wahlkreis Reinickendorf stecken.
Ansonsten hatte die Veranstaltung natürlich etwas Selbstsuggestives. Denn wie führt man einen Wahlkampf, in dem es um (fast) nichts geht? Die klügste Strategie fand SPD-Parteichef Lars Klingbeil. Der erklärte den Winter-Wahlkampf, den man sich „gerne erspart“ hätte, kurzerhand zur Probe für das gesamte Wahljahr, in dem es ja tatsächlich um viel geht. Gewählt wird in Europa, Brandenburg, Thüringen und Sachsen. „Das wird ein anstrengendes Jahr, das wird ein hartes Jahr“, prophezeite Klingbeil.