„Ocean Berlin“ in der Rummelsbucht: Was das neue Aquarium verspricht
Das Giganto-Aquarium soll im April 2026 fertiggestellt sein und dann viele Besucherinnen und Besucher anziehen. Doch wie sicher ist es für Tiere und Menschen? Von Margarethe Gallersdörfer.
Auch irgendwie unheimlich: „Der Ozean kommt nach Berlin!“ So bewirbt das israelische Meerespark-Unternehmen Coral World das „Ocean Berlin“ in der Rummelsbucht, einst eines der umstrittensten Bauprojekte der Hauptstadt. Aktueller Stand: Das Giganto-Aquarium soll im April 2026 fertiggestellt sein – und Sorgen um das Tierwohl machen Senat und Bezirk Lichtenberg sich momentan keine. Nachgefragt hatte der Grünen-Abgeordnete Stefan Taschner, der darauf hinwies, dass im Schwester-Meerespark „Maui Ocean Center“ in nur einem Betriebsjahr fast 70 Prozent der für das Aquarium gefangenen Korallenfische verreckt sein sollen (Q: Maui Now).
Laut Senat gibt es noch keine Details zur Haltung der Tiere im „Ocean Berlin“, man zeigt sich aber unerschüttert: „Innerhalb der Europäischen Union gibt es zur Erlangung einer Zoogenehmigung und die Einfuhr von Tieren ein umfangreiches Kontroll- und Nachweissystem, über das gewährleistet werden soll, dass es möglichst nicht erst zu Missständen innerhalb der genehmigten Einrichtungen kommt.“
Und wie sicher sind die Menschen? Riesenaquarium – da kommen in Berlin Erinnerungen an den 2022 geplatzten Aquadom am Alex hoch. Der „Ocean Berlin“-Architekt Stefan Golmitz versichert, es habe danach für die Acrylglasscheiben (30 bis 40 Zentimeter dick, bis zu 26 Tonnen schwer) eine zusätzliche Sicherheitsüberprüfung gegeben. Über neun Millionen Liter Berliner Leitungswasser sollen am Ende in die „Ocean Berlin“-Tanks fließen – und dort zu Salzwasser umgewandelt werden. Tiere und Korallen sollen laut Coral-World-Manager Erez Ben Nun ausschließlich von verifizierten europäischen Händlern oder aus eigener Zucht kommen (Q: Morgenpost).