Kulturhauptstadt Deutschland: In Berlin geht man häufiger ins Kino und Museum

Die Hauptstadt erzielt im bundesweiten Vergleich dabei Spitzenwerte, wie aus der Broschüre der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervorgeht. Es zeigt sich nicht zum ersten Mal: Die Berliner Kultur hat viele Alleinstellungsmerkmale. Von Jessica Gummersbach und Daniel Böldt.

Kulturhauptstadt Deutschland: In Berlin geht man häufiger ins Kino und Museum
Foto: Imago / F. Anthea Schaap

Leben Sie kulturell im Mittelmaß? Zum Vergleich: In Berlin ging man 2024 2,2-mal ins Kino3,3-mal in eine Bibliothek und 2023 4,9-mal ins Museum. Das sind Spitzenwerte im Bundesländervergleich. Zwar ist in vielen Bereichen das Vor-Corona-Niveau noch nicht erreicht, und Filme, Musik sowie Literatur wandern zunehmend ins Netz. Dennoch zeigen die Daten aus einer neuen Broschüre der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder: Wir leben in der Kulturhauptstadt Deutschlands.

Noch mehr Beweise? Gern: Hier wurden in der Spielzeit 2022/23 die meisten Vorstellungen der öffentlich finanzierten Konzert- und Theaterorchester besucht (588.000). Hier erschienen 2024 mit 10.300 Büchern bundesweit die meisten Erstauflagen. Und überdurchschnittlich viele Erwerbstätige arbeiten in Kulturberufen (8,1 Prozent). Ob diese Alleinstellungsmerkmale (trotz Kürzungen) erhalten bleiben?