Streit um Radweg auf der Kantstraße: Verkehrsverwaltung kontert Gutachten
Das Gutachten hatte die Pläne des Senats für rechtswidrig erklärt. Die Verwaltung ist jedoch der Meinung, dass die strengen Auflagen des Gutachtens in diesem Fall nicht gelten. Von Jessica Gummersbach & Ann-Kathrin Hipp
Neues vom Streit um den Radweg auf der Kantstraße: Wie gestern berichtet, hält ein Gutachten im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe die vom Senat geplante Verlagerung des Radverkehrs auf die Busspur für rechtswidrig. Die Verkehrsverwaltung widerspricht: Die Zusammenlegung sei auf der Kantstraße rechtens, schreibt eine Sprecherin auf Checkpoint-Anfrage. Man habe das von Fachleuten prüfen lassen.
Die strengen Auflagen im Gutachten ließen sich nur bei Neubauten umsetzen. Im Bestand müsse die Straßenverkehrsbehörde konkurrierende Interessen abwägen und bei der Entscheidung mit den vorhandenen Gegebenheiten arbeiten. So auch auf der Kantstraße, wo der Platz begrenzt sei: Damit die Feuerwehr Drehleitern aufstellen kann, müssten Rad- und Busverkehr zusammengelegt werden. Und: Ein kompletter Wegfall aller Parkplätze sei wegen der vielen Geschäfte unmöglich. In den kommenden Tagen soll es weitere Gespräche mit dem Bezirk geben.