Nur ein Viertel aller Corona-Ansteckungen kann zurückverfolgt werden
Zugluft sei Dank? Kitas und Schulen sind nicht die schlimmsten Infektionsherde. Am häufigsten steckt man sich in Privathaushalten an. Das zeigen neuste Zahlen. Von Robert Ide
Was man in der Krise lernen kann? Panik hilft nicht gegen Panik. Ja, 300.000 Schülerinnen und Schüler sind derzeit deutschlandweit in Quarantäne (Überblick hier). Aber das heißt auch: Mehr als acht Millionen junge Menschen gehen weiterhin zur Schule und lernen dort – trotz Zugluft – was fürs Leben. Und aktuelle Berliner Zahlen zeigen, dass sich die gefährlichen Viren bisher vor allem in Privathaushalten verbreitet haben. Nach einer Aufstellung der Gesundheitsverwaltung auf Anfrage des CDU-Abgeordneten Christian Goiny ließen sich zwar im Oktober nur 28 Prozent aller Krankheitsausbrüche zuordnen. Davon wiederum entfielen auf:
Privathaushalte: 54,7 Prozent
Alten- und Pflegeheime: 8,6 Prozent
Krankenhäuser: 6,3 Prozent
Schulen: 2,6 Prozent
Kitas: 1,5 Prozent.
In Berlin befinden sich derzeit 365 Lerngruppen in Quarantäne, das sind hochgerechnet 10.000 Schülerinnen und Schüler. 350.000 machen weiter. Für sie lohnt es sich, weiterhin fürs Leben dazuzulernen. Natürlich auch, wie Bildung funktioniert, wenn eine Klasse doch mal alle Fenster und Türen schließen muss.