Schnell und schonend: Berliner Polizei will bei geplanten Jetskis auf Umweltverträglichkeit achten
Schnell sind Jetskis, aber oft auch durstig und laut. Deshalb soll beim Kauf der beiden Polizei-Modelle auch auf Abgas- und Geräuschemissionen geachtet werden. Von Ann-Kathrin Hipp und Joana Voss
Vollgas auf dem Wasser geben demnächst Berlins Polizeibeamte. Die Behörde schafft zwei Jetskis an; für die Gefahrenabwehr, die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten („insbesondere Geschwindigkeitsüberschreitungen“), sowie für Vermisstensuchen oder Personenrettungen. Einziger Haken: Ein Jetski verbraucht bis zu 38 Liter pro Stunde, die Abgase halten sich auf der Wasseroberfläche und der Lärm stört die Tiere. „Insofern wird bei der Ausschreibung darauf geachtet, dass z.B. Abgas- und Geräuschemissionen eingehalten werden und den aktuellen Umweltanforderungen entsprechen“, teilt ein Sprecher der Polizei mit. SPD-Mann Tom Schreiber, der sich für die Anschaffung eingesetzt hatte, kommentiert: „Niemandem ist geholfen, wenn die Polizei in Einsätzen nicht zum Ort des Geschehens oder einer Notlage vorstoßen kann, weil es entweder aufgrund der Größe des Wasserfahrzeugs nicht möglich ist oder aber Personen im Wasser durch die Schraube des Bootes gefährdet würden.“