Kleingartenkrieg?
Wer in Berlin einen Kleingarten will, muss warten. Mitunter mehrere Jahre. In Neukölln läuft es derweil andersrum. Hartmut Nieske (77) wird seinen nicht los. Seit einem Jahr ist der Bezirksverband Berlin-Süden Kleingärten e.V. nicht in der Lage, eine durch den Tod des Pächters (in dem Fall Hartmut Nieskes Schwager) frei gewordene Parzelle neu zu vergeben. Die Kündigung erfolgte bereits zum 30.09.2018, die Schätzung der Laube (4.469,92 Euro) liegt seit Anfang März 2019 vor. Für Bewerberprüfung und Kaufabwicklung zuständig ist der Vorstand der Kolonie, in diesem Fall Platanenblick e.V. Nachgefragt beim zweiten Vorsitzenden, Harald Fischer, der sagt: Potentielle Pächter hätten sich nicht mehr gemeldet. Er selbst könne keine 24 Stunden darauf verwenden, eine Nachfolge zu finden. Man werde schon noch jemanden raussuchen und er „hat jetzt auch keine Lust mehr“. Dann legt er auf.