Berlin hofft auf neues Pflegegeld: Die Sozialleistung könnte in ganz Deutschland Millionen Menschen entlasten

Allein in Berlin pflegen mehr als 236.000 Menschen Ihre Angehörigen selbst. Das bringt meist finanzielle Schwierigkeiten mit sich. Das neue Pflegegeld, als Lohnersatz angedacht, könnte Entlastung bringen. Von Jessica Gummersbach & Ann-Kathrin Hipp

Berlin hofft auf neues Pflegegeld: Die Sozialleistung könnte in ganz Deutschland Millionen Menschen entlasten
Foto: picture alliance / dpa / Angelika Warmuth

Jetzt zu einer Sozialleistung, die Millionen Menschen entlasten könnte: Um pflegende Angehörige besser zu unterstützen, will Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) ein Pflegegeld als Lohnersatz einführen. Der Bedarf ist auch in der Hauptstadt enorm: Ende 2023 waren knapp 212.000 Berlinerinnen und Berliner pflegebedürftig (Q: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Rund 85 Prozent von ihnen lebten zu Hause, schreibt die Gesundheitsverwaltung auf Checkpoint-Anfrage, versorgt von mehr als 236.000 Angehörigen.

Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) nennt sie „eine unverzichtbare Stütze in der Pflege“. Viele müssten beruflich kürzertreten und gerieten dadurch in finanzielle Schwierigkeiten. Ein Pflegegeld – oder „Familiengeld“, wie es im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung stehe – könne ein „richtiger Ansatz“ sein, so Czyborra. Man werde die Debatte „sehr genau beobachten“ und den Reformprozess „intensiv begleiten und unterstützen“.