Berliner Senat verbietet alle Messenger-Apps im Dienst
Berliner Behörden dürfen dienstlich nicht über Messenger kommunizieren – vor allem nicht über Whatsapp. Vorerst müssten SMS reichen, erklärt die Innenverwaltung. Von Stefan Jacobs
Und wie läuft die Behördenkommunikation in Berlin, abgesehen vom abhörsicheren Fax? Messengerdienste dürfen jedenfalls nicht dienstlich genutzt werden, teilt die Innenverwaltung auf Anfrage von Stefan Förster (FDP) mit. Der wollte wissen, wie Verwaltungsvorgänge dann „nachvollziehbar und rechtssicher veraktet und dokumentiert“ würden. Wer je versucht hat, eine Whatsapp zu lochen, kennt das Problem. Laut Senat sind alle Messengerdienste für den Dienstgebrauch verbindlich verboten – „insbesondere Whatsapp“, aber auch Signal, Telegram, Line und Ginlo. „Element“ habe die Datenschutzbeauftragte noch nicht geprüft, „Threema“ wäre ok, fällt aber ebenfalls unter das pauschale Verbot. Auf CP-Nachfrage erklärt die Innenverwaltung, Messenger-Nutzung könne durchaus sinnvoll sein und werde „fortlaufend geprüft“, aber vorerst müssten SMS reichen.