Frühere „Partei für Gesundheitsforschung“: Verjüngungspartei lockt bei Berliner Wiederholungswahl mit „tausenden Jahren“ Lebenszeit

Noch 2021 versprach die Gesundheits-Partei 500 Jahre langes Leben. Ob nun eine Verdoppelung mehr Stimmen bringt? Doch sie ist nicht die einzige Kleinstpartei, die wieder antritt. Von Lorenz Maroldt.

Frühere „Partei für Gesundheitsforschung“: Verjüngungspartei lockt bei Berliner Wiederholungswahl mit „tausenden Jahren“ Lebenszeit
Foto: mauritius images / Fabio and Simona

Apropos Bundestagswahl: Erinnern Sie sich an die „Partei für Gesundheitsforschung“? Im Wahlkampf 2021 hatte sie auf Plakaten eine Lebenszeit von 500 Jahren in Aussicht gestellt – das reichte in Berlin immerhin für 5150 Gläubige, pardon: Wähler, also mehr als DKP, MLDP und NPD zusammen. Unter neuem Namen („Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung“) vervielfachen die Langlebensfreunde jetzt den Einsatz auf „tausende Jahre“. Sind die Verjüngerer erfolgreich, dürfte es also noch ein wenig voller werden in Berlin. So kommen die Bürgerämter jedenfalls nie an ihr 14-Tage-Termin-Ziel! Es kommentiert der Ex-Ärztekammerpräsident Karsten Vilmar: „Wir müssen überlegen, ob diese Zählebigkeit anhalten kann, oder ob wir das sozialverträgliche Frühableben fördern müssen.“

Übrigens: Auch die NPD tritt bei der Wiederholungswahl unter einem neuen Namen an („Die Heimat“). Mit tausendjährigen Versprechungen kennen sich ihre Führer ebenfalls aus.