Software mehr als zehn Jahre alt: Berlin zahlt für veraltete Microsoft-Versionen extra

Für den Support von mehr als zehn Jahre alten Microsoft Lizenzen muss das Land zusätzlich zahlen. Knapp 250 Server der Verwaltung sind betroffen. Von Christian Latz

Software mehr als zehn Jahre alt: Berlin zahlt für veraltete Microsoft-Versionen extra
Foto: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Das berühmt-berüchtigte Fax ist nicht mehr unbedingt der Standard in der Berliner Verwaltung. Doch auch dort, wo es in den Senatshäusern und Amtsstuben etwas moderner zugeht, hat die Technik ihr Verfallsdatum schon überschritten. Noch etwa 250 Server der Verwaltung laufen mit mehr als zehn Jahre alten Windows-Versionen, deren Support Microsoft im vergangenen Jahr eingestellt hat, heißt es in der Antwort der Senatskanzlei auf eine Anfrage des Abgeordneten Stefan Ziller (Grüne), die dem Checkpoint vorab vorliegt. Nur mit teuren Zusatzlizenzen des Konzerns kann Berlin den Betrieb noch notdürftig gewährleisten. Doch das Sicherheitsrisiko steigt mit jedem Tag.

Berlins zuständige Chief Digital Officer Martina Klement sieht „sehr kostenintensive Wartungsmodelle“ und „noch Optimierungsmöglichkeiten“ (na immerhin!). Eine Idee dafür hat der Abgeordnete Ziller: „Der Senat muss die Überführung von Servern aber auch Arbeitsplatzrechnern der Verwaltung in die Verantwortung des ITDZ beschleunigen.“ Die „Strafgebühren“ für die Langsamkeit könne sich das Land angesichts knapper Kassen nicht leisten.