Ein Supermarkt-Besuch, der zu Herzen geht: 87-jährige Berlinerin bekommt Lebensmittel von anonymer Spenderin
Eine ältere Checkpoint-Leserin steht fassungslos an der Kasse: Sie hat kein Geld dabei, um ihre Einkäufe zu bezahlen. Hilfe kommt unverhofft aus der Warteschlange. Von Margarethe Gallersdörfer und Lorenz Maroldt
Falls Sie schon eine Vermisstenmeldung aufgeben wollten: „Den/die echte/n Berliner/in“ gibt’s noch - und zwar das Original mit dem goldenen Herzen. Ein solches Wesen tatsächlich noch kennengelernt hat vergangene Woche eine 87-jährige Checkpoint-Leserin: „Bei Lidl, Lichterfelde-Ost, kaufte ich ein und der Wagen war randvoll, das Portemonnaie zu meinem Entsetzen leer, die Einkaufssumme hoch (52 Euro). Ich war fassungs- und ratlos, war ich doch 40 Minuten gelaufen, um einzukaufen.
Die Dame, die nach mir an der Kasse anstand, und die mit mir schon ein paar freundliche Worte gewechselt hatte, war dann Herrin und Heldin der Situation, reichte mir einen 50 Euro-Schein und sagte mir: ,Den schenke ich Ihnen’. Jeden Versuch, ihren Namen und die Adresse zwecks Rückgabe zu erfahren, lehnte sie ab und wiederholte immer wieder dieses ,Den schenke ich Ihnen’. Mir blieb also nichts, als in tiefster Dankbarkeit dieses Geschenk anzunehmen, von dem ich wenigstens das möchte, daß es publik werde.“ Hiermit geschehen – wenn sich da mal nicht gleich zwei Goldherzen begegnet sind…