S-Bahn-Vergabe

Geld ist bekanntlich knapp in Berlin. Bei der großen S-Bahn-Vergabe sieht es aber immer mehr danach aus, dass das für die Verantwortlichen kaum eine Rolle spielte. Tagesspiegel-Recherchen deuten darauf hin, dass Berlin durch den Zuschlag an die Deutsche Bahn, Siemens und Stadler mindestens eine halbe Milliarde Euro zu viel zahlen könnte.

So war das Angebot des französischen Konzerns Alstom für die neuen Züge und deren Wartung wohl deutlich günstiger – und hatte wegen des vom Senat komplett verkorksten Ausschreibungsverfahrens dennoch offenbar nie eine Chance. Bahn, Siemens und Stadler jedenfalls schienen sich sehr sicher zu sein, den Zuschlag zu gewinnen – trotz der hohen Preise, die sie verlangen.

Hauptverantwortlich für die Vergabe sind SPD, Linke und Grüne. Seit zwei Jahren verschließt auch die CDU die Augen vor dem drohenden Ungemach. Die Zeche zahlen am Ende die Berlinerinnen und Berliner – wenn nicht doch noch die Gerichte das schon etliche Jahre dauernde Verfahren stoppen. Den ganzen Wirtschaftskrimi lesen Sie hier.