KPM-Chef Wolfmann verkauft seine Bank
Bevor ihn jemand abhängt, will KPM-Chef Jörg Wolfmann lieber selber gehen. „Man soll die Sachen regeln, solange es geht“, sagt Jörg Woltmann. Der Moabiter hat vor 45 Jahren die Allgemeine Beamten Kasse (heute: Bank) gegründet, die sich auf Staatsdiener als Kundschaft spezialisiert. 2006 rettete er Berlins ältestes Unternehmen, die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) vor der Pleite: „Vormittags verdiene ich in der Bank das Geld, das ich nachmittags in der KPM ausgebe“, sagte er häufig. Dank ihm ist die Firma wieder als Luxusmarke auf der ganzen Welt bekannt. Jetzt will er seine Nachfolge regeln, wie er meinen Kollegen Kevin P. Hoffmann und Bernd Matthies erzählt hat – und verkauft die Bank mit 65 Mitarbeitenden (630 Mio. Bilanzsumme) an die Berliner Volksbank. Wir wünschen: wenig zerschlagenes Porzellan.