Kein Kandidat der Herzen? Laschet sticht Söder aus
Nach einem langen Männerduell steht Laschet als CDU-Kanzlerkandidat fest. Wenig begeistert von der Art der Kür: Söder-Unterstützer Wegner. Von Ann-Kathrin Hipp.
In Deutschland hat der Kanzlerkandidatenkrampf endlich ein Ende gefunden. Nach SPD und Grünen hat es auch die Union geschafft, sich auf einen Anwärter zu einigen – oder zumindest eine Entscheidung herbeizuführen. Der „Kandidat der Herzen“ aka Markus Söder ist es nicht geworden, aber weil Söder so viel Herz hat, bietet er Armin Laschet „ohne Groll“ seine „volle Unterstützung“ an (nicht allerdings ohne vorher nochmal zu betonen, dass er „unglaublich viel Zuspruch“ u.a. von „den Modernen, die auf Zukunft aus waren,“ erhalten habe). Berlins CDU-Vorsitzender und Söder-Supporter Kai Wegner wollte sich auf Checkpoint-Anfrage nicht äußern, sagte dann allerdings bei Lanz: „Ich bin nicht begeistert und ein Stück weit enttäuscht, weil ich einen anderen Favoriten hatte.“ Und zum Prozedere: „Ich glaube ein Glanzstück war es zweifelsohne nicht. Das, was die Grünen da hingelegt haben, war so, wie wir das früher gemacht haben, und wir haben es so gemacht, wie die Grünen das früher gemacht haben. Und ich hoffe, das machen wir so nicht mehr.“