Behördenpingpong mit Müllsäcken

Viele Gäste verursachen viel Abfall. So ist es auch am Wannseestrand. Wer den wegräumt, ist allerdings unklar. Fünf Kandidaten sind im Rennen – und keiner fühlt sich zuständig. Von Lorenz Maroldt

Behördenpingpong mit Müllsäcken
Foto: Gregor Fischer/dpa

Bei unserem beliebten Behördenpingpong schlägt heute SPD-Ordnungsstadtrat Michael Karnetzki aus Steglitz-Zehlendorf auf – es geht um den Müll am Wannseestrand. Der Politiker „verweist auf die Zuständigkeit der Berliner Forsten, da die Badestelle im Wald liegt“. Scharfsinnig analysiert er die Lage so: Entweder sind die Mülleimer zu klein oder es gibt zu wenige davon („In meinen Augen…“). Es returniert Marc Franusch, Sprecher der Berliner Forsten: „Mehr Mülleimer lösen das Problem nicht, sondern verstärken es noch“ – auch größere Behälter „würden die Menge nicht bändigen“. Verantwortlich aus seiner Sicht: die Ausflügler („Es kann nicht sein, dass…“). Tim Richter von der CDU Wannsee (stärkste Partei im Bezirkswahlkreis 7) will auch mitspielen, reicht den Müllsack aber gleich weiter an 1. das Land Berlin („Wenn… dann…!“), 2. ans Grünflächenamt von Grünen-Stadträtin Maren Schellenberg („ganz klare politische Verantwortung“) und 3. (sie ahnen es sicher schon): an Ordnungsstadtrat Karnetzki (siehe oben).