Liste der Straßen und Plätze mit antisemitischem Bezug in Spandau
Weiter geht’s mit der Liste der 290 Berliner Straßen und Plätze, deren Namen einen antisemitischen Bezug haben; heute: Spandau (Q: Studie von Felix Sassmannshausen für den Berliner Antisemitismusbeauftragten Samuel Salzborn). Empfehlungen zur Umbenennung sind gefettet, bei den anderen Namen wird zu weiterer Forschung und Einordnung (z.B. durch einen erklärenden Zusatz zum Schild) geraten:
Bismarckplatz, Bismarckstr., Borchertweg, Brandensteinweg, Buolstr., Charles-Lindbergh-Str. („Lindbergh war Mitglied des America First Committee und beteiligt an dessen antisemitischer Agitation“), Elisabeth-Flickenschildt-Str., Elsa-Wagner-Str., Elkartweg („Karl Elkart wurde 1933 förderndes Mitglied der SS. Er war als Stadtbaurat in Hannover mitverantwortlich für die ‚Arisierungspolitik‘ des NS-Regimes in der Stadt. Zudem war er mitverantwortlich für die Planung der Deportation von Jüdinnen und Juden.“) Der ehemalige Elkartweg heißt seit Ende 2021 nach der Anwohnerin Erna Koschwitz. Galenstr., Harsdörfer Weg, Jules-Verne-Str., Kraepelinweg, Kretzerzeile, Lutherplatz, Lutherstr., Maximilian-Kolbe-Str., Melanchthonplatz, Melanchthonstr., Messterweg, Niendorfweg, Popitzweg, Prinz-Eitel-Weg, Pröhleweg, Rieppelstr., Schallweg, Seecktstr., Setheweg, Sibeliusweg, Temmeweg, Zingerleweg.
André Görke berichtet in seinem heute erscheinenden Spandau-Newsletter mehr über die Straßen und die teils prominenten Anlieger, die von Umbenennungen betroffen wären.