Trotz „Bauen, bauen, bauen“ – im Berliner Vorbild Hamburg explodieren die Mieten

Mit „Bauen, bauen, bauen“ zog Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) im vergangenen Jahr durch den Wahlkampf und nannte als großes Vorbild dafür stets Hamburg. Die Zahl neuer Wohnungen ist dort durch ein Bündnis mit der Bauwirtschaft massiv gestiegen. Doch der Effekt ist mager. „Dummerweise scheint es gegen steigende Mieten aber nicht oder nur wenig zu helfen“, resümiert nun „Die Zeit“. Die Preise stiegen im Gleichschritt mit den Wachstumsraten anderer deutscher Großstädte.

Kann „Bauen, bauen, bauen“ in Berlin die Lösung sein? „Ja, wir gehen davon aus, dass eine Erweiterung des Angebots zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt führen wird“, erklärt Martin Pallgen, Sprecher von Bausenator Andreas Geisel (SPD) auf Checkpoint-Anfrage. „Unser ‚Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen‘ heißt nicht umsonst so“, sagt der Sprecher. „Überteuerte Neubauten hatten wir in den letzten Jahren ausreichend. Diese haben nichts zur Entspannung beigetragen“, sagt hingegen Katrin Schmidberger (Grüne) – und fordert auch bei privaten Bauprojekten einen verpflichtenden Sozialwohnungsanteil von 50 Prozent. In der Koalition dürften bei dem Thema weiter die Bauklötze durch die Luft fliegen – während die Mieten steigen.