FDP fordert dramatische Preissenkung fürs Berliner Sozialticket
Während Senat und Brandenburg um einen Nachfolger des 29-Euro-Tickets ringen, preschen Berlins Liberale vor. Sie wollen ein radikal günstiges Angebot für Arme. Von Christian Latz
Bei all den Abstimmungen um ein Nachfolge-Angebot für das Neun-Euro-Ticket hat der Senat das Sozialticket glatt auf dem Bahnsteig vergessen. Sollte das 29-Euro-Ticket irgendwann doch kommen, träte folgende Situation ein: Der allgemeine Abo-Preis wird auf 29 Euro mehr als halbiert. Der Fahrschein für die finanziell Schwächsten jedoch verharrt bei 27,90 Euro. Das ist selbst der Berliner FDP-Fraktion zu viel soziale Kälte.
In einem Antrag, der dem Checkpoint exklusiv vorliegt, fordert sie, den Preis des Sozialtickets auf 5 Euro zu reduzieren. „Angesichts der anhaltenden Inflation und drohenden Energiepreiskrise ab Herbst darf Berlin seine Bürgerinnen und Bürger nicht im Stich lassen. Dies gilt vor allem für die Schwächsten unserer Gesellschaft“, sagte FDP-Verkehrspolitiker Felix Reifschneider. Falls der Senat das Sozialticket jetzt doch noch sucht: Es wartet im Fundbüro.