Vermüllt Neukölln?

Post aus Leingarten bei Heilbronn, Betreff „Neukölln: Müllkippe oder ein Ort zum Leben?“ In einem offenen Brief an Bürgermeister Martin Hikel zeigen sich Monika Ziller und Eberhard Wagner („große Berlin-Fans“) erschüttert ob der Vermüllung im Bezirk. „Was wir im Quartier rund um das Rathaus Neukölln gesehen haben, hat uns nachhaltig verstört“, schreiben die Berlin-Besucher. „Eine solche Verschmutzung des öffentlichen Straßenraums (über die Weihnachtsfeiertage!) haben wir in Deutschland noch nicht gesehen.“ Besonders in der Weichselstraße, zwischen Sonnenallee und Karl-Marx-Straße, hätte „jede Menge Müll auf den Gehwegen“ gelegen: „Möbel, Abfall, Essenreste.“

Bitte nicht Boris Palmer weitersagen. Denn vielleicht wird ja auch hier 2019 alles besser. Extramittel des Senats sollen  zusätzliche Ordnungsamtsmitarbeiter finanzieren. Und in Mitte hat die Bezirksverordnetenversammlung das Bezirksamt aufgefordert, ein Konzept zur Müllbeseitigung zu erarbeiten, das unter anderem eine zügige Sperrmüllbeseitigung  enthält sowie die Einstellung von „Waste Watchern“, die Müllsünder bestrafen, und Kiezläufern, die abgestellten Sperrmüll melden. Mit Müll-Detektiven hat Bürgermeister Stephan von Dassel im Dezember erste Erfolge erzielt: Mitarbeiter einer Entrümpelungsfirma wurden in flagranti erwischt, als sie Möbel und Kühlschränke in der Moabiter Zwinglistraße abluden. „Das machen wir wieder“, sagte von Dassel der „Berliner Zeitung“. Mehr aus Neukölln, Mitte und den anderen Bezirken gibt’s in unseren kostenlosen Bezirksnewslettern. Und einen Blick in die Zukunft der Bezirke im großen Kiez-Orakel.