„BVG-Chef ist wie Bundestrainer sein“: Henrik Falk über das Eis-Chaos bei der Tram
Auch das Tramnetz ist vom Eis betroffen und friere so schnell zu, dass über 40 Straßenbahnen stehen blieben, so Falk. Entsprechend gab es Tram-Ausfälle und keine einfache Lösung. Von Anke Myrrhe, Christian Latz und Valentin Petri.
Unfallfrei erschien am Donnerstag BVG-Chef Henrik Falk bei uns am Askanischen Platz zur Checkpoint-Kritik. Anschließend hatte die Redaktion einige Fragen zu den Tram-Ausfällen der vergangenen Tage. Ihm gehe es gerade ähnlich wie Julian Nagelsmann, befand Falk: „BVG-Chef ist wie Bundestrainer zu sein: Alle wissen Bescheid, alle wissen besser, wie man ein Tramnetz betreibt.“ Dass das gesamte oberirdische Netz mit einer solchen Geschwindigkeit einfriere, „haben wir in Berlin noch nicht gehabt“, sagte er. Auch die Idee, gegen das Eis auf den Oberleitungen die ganze Nacht Straßenbahnen fahren zu lassen, wehrte er ab. Man habe es versucht, Ergebnis: „Über 40 Straßenbahnen sind stehen geblieben, weil es so schnell zugeeist ist und wir aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellen mussten.“ Hätten dann vielleicht die alten Tatra-Züge geholfen, wie der BUND meint? Die führen jetzt in Stettin, sagte Falk – oder eben nicht. Denn auch dort habe das gesamte Tramnetz stillgestanden.
Wie beim Fußball gilt auch bei der BVG: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. „Wir gucken uns das nach vorne an. Wie stellen wir uns auf, dass wir mit solchen Situationen künftig noch besser gehen können.“ Ob es da eine einfache Lösung gibt? „Auf keinen Fall.“ Wie in der Abwehr.