Rot-Grün-Rot lebt weiter am Tempelhofer Feld

Nur noch mit viel Fantasie kann sich Berlins Spitzenpolitik eine Wiederauflage der rot-grün-roten Koalition vorstellen. Von der Wählerschaft abgestraft und von der SPD-Spitze aufgekündigt, kann man das Verhältnis zwischen der noch kurz amtierenden Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und der seit kurzem zur Oppositionsführerin gewandelten Bettina Jarasch (Grüne) nur noch als Nicht-Verhältnis beschreiben.

Dass es auch anders geht, zeigt sich ausgerechnet am Rande der umkämpften Rasenbrache Tempelhofer Feld. Am Montagabend zelebrierten Grüne, SPD und Linke im Bezirk Tempelhof-Schöneberg trotz CDU-Gewinnen die Fortsetzung ihrer lokalen Zählgemeinschaft, wie meine Kollegin Sigrid Kneist berichtet (ihren und alle unseren kostenlosen Bezirke-Newsletter gibt es hier). Für die örtliche SPD schwärmte Fraktionschefin Marijke Höppner vom Dreierbündnis: „Die Stadt ist Mitte-Links definiert und weltoffen.“ Ob man das im womöglich bald Schwarzen Rathaus auch schon weiß?