„Pauline will die Welt entdecken“

Im Januar wurde Pauline in Berlin geboren. Wegen einer aggressiven Leukämie braucht sie neue Stammzellen. Doch wegen Corona fehlen Spender. Aus dem Checkpoint. Von Lorenz Maroldt

„Pauline will die Welt entdecken“
Foto: promo

Es gibt Geschichten, die sind eigentlich zu traurig für diese Welt. Die von Pauline ist so eine: am 14. Januar in Berlin geboren – und seitdem wegen einer besonders aggressiven Form der Leukämie kaum aus der Klinik herausgekommen. Mit Hilfe von Freunden suchen Paulines Eltern Jana und Alexander jetzt einen Stammzellenspender mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen – es ist die einzige Überlebenschance des Mädchens, das auf den Bildern so fröhlich lacht. „Pauline will die Welt entdecken“, heißt ihre Facebook-Seite, auf Instagram ist sie auch zu sehen. Ob jemand als Spenderin oder Spender in Frage kommt, kann die DKMS in ihrer Datenbank checken. Dafür muss man sich dort registrieren lassen.

Doch seit Beginn der Corona-Pandemie findet die DKMS immer weniger Spender. Dabei sind diese sehr wichtig. Denn jeden Monat müssen tausende Menschen aus Altersgründen aus der Spender-Datei gestrichen werden. Knochenmark und Stammzellen kann man nämlich nur unter 60 Jahren spenden. Nun fehlt Nachwuchs.

Die Menschen sind momentan viel mit sich selbst beschäftigt“, meint Annika Schirmacher von der DKMS. Hinzu kommt: Wegen Corona können aktuell keine Spendenaktionen im öffentlichen Raum, in Schulen und anderen Institutionen stattfinden. Das Infektionsrisiko wäre bei dem nötigen Rachenabstrich zu groß. „Das können wir nicht verantworten“, sagt Schirmacher. Als Spender kann man sich aber auch Online eintragen. Das Wattestäbchen für den Rachenabstrich kommt dann per Post nach Hause. Ich habe das schon vor Jahren getan, der Aufwand ist minimal. Alles weitere steht hier unter diesem Link.