Kaum weniger Müll: „Ballot Bins“ in Tempelhof-Schöneberg krachend gescheitert
Mit einem spielerischen Ansatz wollte der Bezirk Müll auf den Straßen reduzieren. Geklappt hat das Projekt jedoch nicht. Einige „Ballot Bins“ wurden sogar zerstört.
Was tun gegen den Müll auf Berlins Straßen? Profi-Tipp: Keine alten Marmeladengläser „zu verschenken“ aufs Mäuerchen stellen (gesehen gestern in Tempelhof)! Außerdem hat es das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit sogenannten „Ballot Bins“ – zweigeteilten Mülleimern –, versucht, in denen per Kippeneinwurf über hochrelevante Streitfragen (Filme oder Serien?!) abgestimmt werden konnte. Mit den 500-Euro-„Bins“ sollten Raucher „spielerisch motiviert“ werden, ihren Müll nicht in die Gegend zu pfeffern. Ist nur leider schiefgegangen: „Eine Reduktion von auf dem Boden unsachgemäß entsorgten Zigarettenkippen konnte leider nicht festgestellt werden. In dieser Hinsicht war der Test nicht erfolgreich“, schreibt die BSR auf BVV-Anfrage (Patrick Liesener, CDU). Die Eimer sollen trotzdem bleiben – also, die, die noch da sind. „Leider werden die Ballot Bins regelmäßig mutwillig zerstört, weswegen die BSR nur noch wenige Behälter, und im Bezirk Tempelhof-Schöneberg keine mehr, im Einsatz hat.“
Wo wir gerade dabei sind, kommt hier Ihr persönlicher Checkpoint-„Ballot Bin“.