Südkoreanische Boyband will zwei Mal das Olympiastadion füllen
Ein Tag im Olympiastadion kostet schnell 500 Tausend Euro Miete. Trotzdem will BTS 2020 hier gleich zwei Mal alles kurz und klein tanzen. Aus dem Checkpoint. Von Robert Ide
Steiler Querpass ins Olympiastadion: Wer hier den Zentralschlüssel haben will, muss schon mal rund eine halbe Million Euro pro Event oder Konzert überweisen, inklusive Betriebskosten (Warmwasser), aber ohne Schnickschnack – hinzu kommen Ordner, Logistik, Abdeckplatten für den Rasen und gefüllte Kühlschränke im Vip-Bereich. Und die Künstler sollen ja auch noch zwei, drei Euro abhaben wollen – oder zwei, drei Won, wenn sie aus Südkorea kommen und so beliebt sind wie die Boyband BTS. Die Jungs in den Zwanzigerjahren spielen asiatischen K-Pop-R’n’B-Hip-Hop (Video zum Mitsingen hier) und wollen im Juli das Stadion, das Hertha oft zu groß ist, gleich an zwei Tagen kurz und klein tanzen.
Der Gig dürfte nach Checkpoint-Informationen eine Won-Won-Situation werden und dürfte insgesamt zwei bis drei Millionen Euro kosten. Nicht viel weniger wird wohl auch die andere Boyband an der Stadionkasse lassen, die hier ebenfalls an zwei Tagen im Juli ihren Nuschelrock spielt: Rammstein. Aber Vorsicht vor böhsen Onkels: Wer den Zentralschlüssel von Berlins Zentralstadion verschusselt oder verschlüsselt, muss mindestens 100.000 Euro draufzahlen. Im Sommerschlossverkauf.