Informieren statt konkret entlasten: Giffey startet Webseite rund um die Energiekrise in Berlin
„Berlin packt das“ soll Bürger:innen über Energiesparen, Entlastungspakete und Energiesicherheit informieren. Über Nord Stream 1 gibt es aber Widersprüchliches. Von Daniel Böldt
Vom Haus des Rundfunks geht es rüber in die Senatskanzlei: Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) konnte sich gestern in zielgruppengerechter Ansprache üben. Bei einem Auftritt vor frühstückenden Unternehmerinnen und Unternehmern (aka „Politisches Frühstück“) bezeichnete Giffey das Bundes-Entlastungspaket in Bezug auf Hilfen für Unternehmen als „ergänzungsbedürftig“. Auf dem Jahresempfang der Arbeiterwohlfahrt am Abend betonte sie, dass jenen Menschen geholfen werden wird, die es am meisten brauchen. Die Aussagen widersprechen sich nicht – sind aber immer noch recht schwammig. Konkrete Inhalte eines Berliner Entlastungspakets kündigte Giffey für kommende Woche an.
Bis dahin gibt es etwas anderes, nun ja, Konkretes: und zwar eine neue Webseite. Auf dem Portal „Berlin packt das: Gemeinsam durch die Energiekrise“ können sich Bürger:innen fortan über das Energiesparen, die Entlastungspakete sowie die Energiesicherheit informieren. Dass es unter letzterem Punkt heißt, dass Gasflüsse über Nord Stream 1 derzeit bei 20 Prozent liegen (während die Bundesnetzagentur 0 Prozent angibt), könnte allerdings etwas am Vertrauen kratzen.
Ach ja, zum hoch emotionalen Thema Weihnachtsbeleuchtung hatte Giffey gestern auch noch eine Meinung (bitte „nicht komplett abschalten“). Und Sie?