Paralympische Athleten bangen um Olympische Spiele

Nicht von dieser Corona-Welt sind die in sich selbst eingeschlossenen Fürstentümer des internationalen Sports. Der Fußballverband Uefa will im zweiten Corona-Sommer immer noch seine Europameisterschaft kreuz und quer in zwölf Ländern abhalten. Und der kampflos wiederbestimmte IOC-Präsident Thomas Bach hat „keinen Plan B“ für Olympia in Tokio, obwohl selbst die Japaner keine Lust mehr darauf haben. Groß ist daher die Sorge unter Athletinnen und Athleten, besonders unter denen der Paralympischen Spiele im August, bei denen eine höhere Anzahl an Risikofällen zu befürchten ist. „Mir ist bewusst, dass wir Sportler mit kaum oder gar keinen Zuschauern und mit sehr strengen Hygienekonzepten rechnen müssen“, sagt die Berliner Para-Schwimmerin Elena Krawzow nach einer Anhörung des Deutschen Behindertensportverbandes am Freitag. Ebenso wie der Berliner Goalballspieler Michael Dennis hofft sie auf pandemiesichere Spiele.

Dennis will sich als Athlet auf jeden Fall nach der nationalen Impfreihenfolge richten: „Zunächst sollten die Menschen geimpft werden, die aus gesundheitlichen Gründen eine höhere Priorität haben als wir.“ Auch Verbandschef Friedhelm Julius Beucher möchte nicht, dass der Sport besser behandelt wird, als der Rest der Welt da draußen. „Schnellschüsse halten wir angesichts dieser sensiblen Thematik für nicht geeignet“, sagt Beucher auf Checkpoint-Anfrage. Sportliche Fairness, von der der internationale Profit-Profisport noch viele Plätze entfernt ist.