Wie der Hohenzollern-Prinz Medien und Forscher bekämpft

Es sind harte Zeiten für Georg Friedrich Prinz von Preußen: Sein Ur-Opa Wilhelm II ließ die „Presse“ noch schlicht maßregeln, wenn sie Äußerungen nicht wortgetreu druckte – Ihro Gnaden verbat sich gefälligst, vom Pöbel kritisiert zu werden. Georgie-Boy aber muss heute mühsam vor Gericht ziehen: 80 Verfahren strengte der kleine Prinz seit 2019 gegen Journalisten und Wissenschaftler an. Stets geht es dabei um die Latifundien, welche die Hohenzollern mit freundlicher Genehmigung der Nazis bewirtschafteten – und die sie heute zurückerobern wollen. Der Rechtsanwalt Marcellus Puhlemann beschreibt hier exemplarisch, wie „SKH“ (Seine Königliche Hoheit) gegen seinen Mandanten, den Historiker Stephan Malinowski, zu Felde zieht. Es kommentiert der Kaiser persönlich: „Pardon wird nicht gegeben, Gefangene werden nicht gemacht.“