Weniger Rasen, Verzicht auf Privat-Pools: Berlins Regenwasser-Chefin gibt Tipps zum Wassersparen

Das Haushalten mit dem kühlen Nass wird immer wichtiger. Wassermanagerin Darla Nickel erklärt, worauf Berliner in trockenen Zeiten achten sollten. Von Robert Ide

Weniger Rasen, Verzicht auf Privat-Pools: Berlins Regenwasser-Chefin gibt Tipps zum Wassersparen
Vorbild für Berlin? Kakteen und andere Wüstenpflanzen müssen fast nie gegossen werden. Foto: Imago/ingimage

Bloß nicht aufregen heute! Denn das ist, was uns wirklich fehlt: Regen. Vor der Stadt brennt immer noch der Wald. Wegen der anhaltenden Trockenheit hat Friedrichshain-Kreuzberg nun das Grillen in allen Grünanlagen untersagt (mit einer kleinen Ausnahme – Infos hier). Und was macht die Berliner Regenwasseragentur ohne Regenwasser? „Unser Handeln ist eher auf die Trockenheit ausgerichtet als auf den Starkregen“, sagt Agenturchefin Darla Nickel am Checkpoint-Telefon. „Wir wollen die Stadt so umbauen, dass wir den Regen besser nutzen, wenn er denn fällt.“ Dazu sollen Abwasserrohre zu Straßenbäumen umgeleitet, Zisternen auf Dächer gebaut und mehr Betonflächen entsiegelt werden.

Um das rarer werdende Wasser zu sparen, hat Nickel einige Tipps für Berlinerinnen und Berliner in trockenen Zeiten. Gärtnerinnen und Gärtner sollten auf Rasen verzichten und stattdessen mehr auf Pflanzen setzen, die nur beim Anwachsen gegossen werden müssten. Auch Straßenbäume vor der eigenen Haustür müssten nicht täglich gegossen werden, sagt Nickel. Zudem sollten Hinterhöfe begrünt werden, wofür es auch Förderung gebe. „Aber die größte Verschwendung von Trinkwasser sind private Pools.“ Zwar verbrauchen Berlinerinnen und Berliner schon jetzt weniger Wasser als im Bundesschnitt – aber Mehr vom Weniger dürfte bis zum nächsten Regen allen helfen. Jeder Tropfen auf Berlins erhitzten Steinen zählt.